Headerbild 2

Unsere intensiv medizinische Versorgung für Neugeborene

In München werden seit Jahren mehr Babys geboren. Die Frauenklinik Dr. Geisenhofer versorgt mit der 1996 gegründeten Abteilung für Neonatologie (Neugeborenenmedizin, kurz NIPS) Frühgeborene und kranke Neugeborene.

In unserem Haus steht Ihnen eine moderne Überwachungsstation zusätzlich zur Neugeborenenstation zur Verfügung. Wir bieten eine Kombination aus medizinischer Versorgung auf höchstem Niveau und einer sanften, individuellen Versorgung des Babys. Durch die intensive Förderung der Bindung zwischen Eltern und Kind bieten wir das Beste für Ihr Kind.

Leitende Ärzte:
Dr. med. Karina Holak (Neonatologin) und Dr. med. Peter Schwick (Neonatologe)

Perinataler Schwerpunkt

In unserem Fachgebiet, der Neonatologie, arbeiten Kindermedizin, Pränatalmedizin und Geburtshilfe besonders eng zusammen.

Wir betreuen in der Neonatologie Frühgeborene bereits ab der 32 + 0 Schwangerschaftswochen und einem Geburtsgewicht über 1500 Gramm sowie akut erkrankte Neugeborene. Jeder plötzliche und unerwartete Notfall bei Ihrem Baby kann Tag und Nacht adäquat auf unserer Station versorgt werden. Auch der Weg vom Kreißsaal auf die Neonatologie ist nur sehr kurz.

Das Team

Geleitet wird die neonatologische Abteilung von Frau Dr. med. Karina Holak und Herrn Dr. med. Peter Schwick, beide mit langjähriger Erfahrung in der Neugeborenenmedizin. Die kompetente Neugeborenen-Versorgung ist zurzeit mit insgesamt sechs Ärzten für Kinderheilkunde, rund um die Uhr gewährleistet. Der anwesende Kinderarzt wird bei Bedarf zur Geburt gerufen und übernimmt auch danach die ärztliche Versorgung Ihres Kindes.

Das Pflegeteam, bestehend aus erfahrenen Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, teilweise mit zwei jähriger Fachweiterbildung, kümmert sich intensiv um das Wohlergehen Ihres Babys. Lesen Sie weiter unten mehr darüber.

Diagnostik und Therapie

Modernste diagnostische und therapeutische Verfahren kommen in der Behandlung von Früh- und Neugeborenen zur Anwendung, z.B. werden Ultraschalluntersuchungen von Herz, Gehirn, inneren Organen und Hüfte und optimierte nichtinvasive Beatmungsverfahren durchgeführt. Bei den Kindern können Atmung, Puls und Sauerstoffsättigung überwacht werden. Patientennahe Blutuntersuchungen und ein Notfall-Labor stehen 24 Stunden zur Verfügung.

Ergänzt wird diese moderne Medizin durch komplementäre Methoden.

Unsere Philosophie: Familienorientierte Intensivpflege

Ein besonderer Wunsch bestimmt unser tägliches Handeln: 

Eltern sollen ihr Baby auch auf der Neonatologie so schnell als möglich in ihr Leben integrieren können. Deshalb wird die intensivmedizinische Technik auf das unbedingt notwendige Minimum reduziert, während die Zuwendung zu Ihrem Kind und der Familie auf das vertretbare Maximum gesteigert wird.

Dieses große Ziel erreichen wir über wichtige Teilziele:

Eltern und Kind gehören zusammen

  • In der Frühchen-Sprechstunde nehmen wir bereits Kontakt zu Ihnen auf, wenn Sie mit Frühgeburtsbestrebungen bei uns im Haus liegen. So lernen wir Sie schon früh kennen und können Ihnen vielleicht die eine oder andere Sorge abnehmen. Wahrscheinlich ist es dann auch möglich, dass Sie unsere Station anschauen, damit Sie wissen, wo Ihr Kind versorgt wird, wenn es auf die Welt kommt.
  • Der direkte Hautkontakt zwischen der Mutter, dem Vater und dem Baby, das „Kangaroon“ (Die Bezeichnung lehnt sich an die Fortpflanzung von Beuteltieren, insbesondere Kängurus, an, die ihren noch unreifen Nachwuchs einige Zeit am Körper tragen), wird intensiv gefördert. Sobald es der Gesundheitszustand Ihres Babys zulässt, können Sie viel Kangaroon – gemeinsam ruhen und kuscheln.
  • Nach der Geburt werden Sie in der Betreuung und Pflege des Kindes einfühlsam angeleitet und rasch mit einbezogen. Das heißt für Sie, dass Sie die Versorgung Ihres Kindes bald selbstständig durchführen können, auch wenn es zu früh geboren oder krank ist.
  • Sobald es möglich ist, können Sie Ihr Baby anfangs stundenweise, später auch länger, beim sogenannten „Rooming-In“ mit in Ihr Zimmer nehmen. Das Kind kann so kontinuierlich bei Ihnen sein und Sie können es auch selbst versorgen.

KangaRoom

  • Wir können Ihnen ein intensivmedizinisch ausgestattetes Zimmer anbieten, in dem Sie die Möglichkeit haben, kontinuierlich mit Ihrem Baby zusammen zu sein, obwohl es überwacht oder therapiert werden muss.
  • Der beste Platz eines Früh- und Neugeborenen ist auf der Mutter. Deshalb nennen wir diesen Raum auch „KangaRoom“. Hier können Sie den ganzen Tag Ihr Baby direkt bei sich haben. Der Raum ist räumlich der Neonatologie angegliedert, so sind wir auch schnell bei Ihnen, wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung bei der Versorgung Ihres Kindes benötigen.

Entwicklungsfördernde Versorgung

  • Die meisten Frühchen werden gesund geboren, sind aber aufgrund der Unreife noch nicht auf das Leben außerhalb des Bauches der Mutter vorbereitet. Wir bestärken die noch unreifen Funktionen, z.B. mit externer Wärme oder einer Atemunterstützung.
  • Eine physiologische Reifung des Gehirns ist möglich, wenn das Frühchen viel Zuwendung und positiv wirkende Reize erfährt, während unangenehme Reize minimiert werden. Wir planen unsere pflegerischen und ärztlichen Maßnahmen und stimmen sie individuell auf Ihr Kind ab.
  • Viele Intensivstationen kennen keinen Tag – Nacht – Rhythmus. Damit der Übergang in einen Tag-Nacht-Rhythmus etwas leichter fällt, ist das Licht am Anfang gedimmt oder im Zimmer abgedunkelt. Wir schalten im Laufe der Nacht das Licht aus, Geräusche werden weiter reduziert. Hierdurch schlafen die Kinder besser.
  • Laute Geräusche stören die Hirnentwicklung. Wir versuchen mit Hilfe einer Lärm-Ampel laute und technische Geräusche auf ein Minimum zu reduzieren. Musik kann eine beruhigende Wirkung haben.
  • Auch sehr unreife Frühchen nehmen Gerüche wahr. Babys lieben natürliche Gerüche. Wir empfehlen ein getragenes Hemd oder ein an Ihrem Körper getragenes Tuch, welches Sie von uns bekommen, zu Ihrem Baby zu legen.
  • Berührungen heilen. Alle Menschen, die Ihr Baby versorgen, sind angehalten durch die Berührung die Körperwahrnehmung und die Interaktionsfähigkeit Ihres Kindes zu stärken. Eine regelmäßige Massage kann die Gewichtszunahme sowie die zirkadiane Rhythmik Ihres Babys verbessern.

Stillen

  • Stillen und Muttermilch sind wichtig für Sie und für Ihr Baby. Deshalb werden Ihnen bereits in den ersten Lebensstunden des Kindes Möglichkeiten zur Gewinnung von Muttermilch aufgezeigt, damit Ihr Baby, auch wenn es noch nicht an der Brust trinken kann, das so wertvolle Kolostrum bekommt. 
  • Bei Frühchen und kranken Neugeborenen kommt es häufiger zu Problemen bei der Nahrungsaufnahme. Mit Hilfe von Lagerungstechniken, individuellen Anlegehilfen oder alternativen Füttermethoden, die das Stillen und die Muttermilchernährung unterstützen (wie z.B. Verzicht auf Sauger oder Stillen mit dem Brusternährungsset) bieten wir Ihnen Anleitung, um auch saugschwachen oder kranken Babys das Trinken an der Brust zu ermöglichen.

Komplementäre Methoden

  • Klassische Homöopathie: Die Klassische Homöopathie ist eine ganzheitliche Therapiemethode, die nach dem Ähnlichkeitsprinzip arbeitet. Sie hat sich seit über 10 Jahren an unserer Klinik als zusätzliche Therapie bewährt und ist sehr beliebt. Sie kann, wenn es Ihr Wunsch ist, gerne auch Ihnen und Ihrem Kind zur Unterstützung der Therapie eingesetzt werden.
  • Massagen: Die Babymassage gibt Eltern die Möglichkeit ihr Kind auf sanfte Weise zu berühren und stärkt das Vertrauen in den Umgang mit dem Frühchen. Wir geben Ihnen gerne Impulse, damit Sie auch hier Sicherheit gewinnen.
  • Osteopathie: Bereits in den ersten Tagen kann eine physiotherapeutische oder osteopathische Unterstützung und Anleitung die Entwicklung von Babys positiv beeinflussen. Bei entsprechender Indikation besteht die Möglichkeit diese Therapie in Anspruch zu nehmen. 

Vernetzung

Konsiliarisch und kooperativ erfolgt die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Kinderklinik III. Orden, dem Deutschen Herzzentrum München, der Orthopädie der Kinderklinik Schwabing, der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie der LMU München, der Pränataldiagnostik der Frauenklinik Dr. Geisenhofer, der medizinischen Genetik Frau Dr. Daumer-Haas und den betreuenden Geburtshelfern und zuweisenden Gynäkologen.

Qualitätssicherung

Das vom Gesetzgeber geforderte Qualitätsmanagement wird kontinuierlich durchgeführt und ständig aktualisiert. Fortbildungen auf nationalen und internationalen Veranstaltungen gehören zum Weiterbildungsstandard der Frauenklinik Dr. Geisenhofer GmbH. Mitarbeiter, die direkt mit der Versorgung von Mutter und Kind konfrontiert sind, werden regelmäßig in Reanimation und Erstversorgung geschult und nehmen an Simulationstrainings teil.

Extern nehmen wir als Perinataler Schwerpunkt freiwillig an der von der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung (BAQ) durchgeführten Perinatal- und Neonatalerhebung, einem Qualitätssicherungsprogramm für die Bereiche Geburtshilfe und Neonatologie, teil.

Der Perinatale Schwerpunkt ist im Krankenhausbedarfsplan des Freistaates Bayern ausgewiesen und erfüllt alle personellen und technischen Kriterien gemäß den Bestimmungen des Bundesausschusses zur Versorgung Früh- und Neugeborener.