Headerbild 2

Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie werden Zytostatika (Zellgifte) verabreicht. Diese wirken besonders auf die sich schnell vermehrenden Krebszellen und töten diese ab.

Nach den aktuellen Empfehlungen wird eine Chemotherapie meist Patientinnen mit befallenen Lymphknoten in der Achselhöhle sowie für Patientinnen die ein erhöhtes Risiko tragen empfohlen.

Kriterien eines erhöhten Risikos sind:

  • Der Knoten ist größer als 1 cm
  • Einer oder mehrere Lymphknoten sind befallen
  • Der Tumor wächst schnell
  • Die Krebszellen besitzen keine Rezeptoren für Hormone
  • Die Patientin ist jünger als 35 Jahre

Wie wirkt die Chemotherapie?

Zytostatika wirken vor allem auf Zellen, die sich schnell und ständig teilen, wie z. B. Krebszellen

Besonders empfindlich sind die Zellen in der Phase der Zellteilung. Sie greifen in diesen Teilungsprozess von Zellen ein, indem sie gezielt deren Vermehrung stoppen.

Die Chemotherapie wird nach einem Schema mit festen Zeitabständen verabreicht um die Krebszellen jeweils in ihren Teilungsphasen zu bekämpfen.  Durch mehrere Behandlungen können also auch diejenigen Krebszellen getroffen werden, die bei einer früheren Anwendung in der Ruhephase waren und sich nicht teilten. Dabei werden die Medikamente einzeln oder in Kombination, meist als Infusion oder Injektion, manchmal auch in Tablettenform verabreicht. Einen Abschnitt der Behandlung nennt man „Zyklus“. In der Regel umfasst die Behandlung sechs Zyklen, zwischen denen Pausen von einer bis drei Wochen liegen.

Mögliche Nebenwirkungen der Chemotherapie

Zytostatika wirken auf Zellen, die sich schnell teilen. Dies sind nicht nur Krebszellen, sondern auch Zellen im Blut, des Verdauungstraktes, der Eierstöcke und der Haarwurzeln. Als Nebenwirkungen von Zytostatika können Haarausfall, Übelkeit, Fieber, Erbrechen Durchfall und Haut- und Schleimhautreizungen auftreten. Diese Nebenwirkungen können vermieden werden und klingen nach Ende der Behandlung von alleine wieder ab.