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Strahlentherapie

Wofür werden die Bestrahlungen eingesetzt?

Die Strahlentherapie ist fester Bestandteil bei der Behandlung von Tumoren der Brust. Sie dient der Vernichtung von möglicherweise nach der Operation noch vorhandenen einzelnen Tumorzellen am Ort des ursprünglichen Tumors.

Bei der Behandlung von Brustkrebs wird sie in verschiedenen Situationen eingesetzt:

  • nach brusterhaltender Operation
  • nach vollständiger Entfernung der Brust (Mastektomie) häufig
  • bei Befall der Lymphknoten
  • bei Metastasen zur Beseitigung einzelner Herde, zur Schmerzlinderung, zur Verhinderung von  Komplikationen

Wie wirkt die Strahlentherapie?

Die in der Strahlentherapie eingesetzten Strahlen sind fast immer Wellenstrahlen (Photonen). Die Strahlung, die durch das bestrahlte Gewebe geht, entsteht im Bestrahlungsgerät nur für den kurzen Zeitraum der der Strahleneinwirkung.

Dabei werden Tumorzellen geschädigt. Tumorzellen können sich nicht von dem Strahlenschaden erholen und sterben ab. Gesunde Zellen erholen sich sehr schnell.

Die Patientin behält keine Strahlung im Körper und sendet nie selbst Strahlung aus.

Ablauf der Strahlentherapie

Die Strahlentherapie wird nach der Operation eingeleitet, wenn die Narben innen und außen ausreichend abgeheilt sind, in der Regel nach 4-6 Wochen. Wird eine Chemotherapie eingesetzt, erfolgt die Strahlentherapie meist erst, nachdem diese abgeschlossen ist.

Bevor die Strahlentherapie beginnt, wird die zu bestrahlende Region mit einer speziellen Planungs-Computertomografie vermessen und in das Bestrahlungsplanungs-System eingelesen.

Mit diesem Bestrahlungsplanungs-System erstellen die Ärzte zusammen mit ihren Medizin-Physikern für jeden Patienten einen individuellen Bestrahlungsplan. Dabei legen die Ärzte die tägliche Dosis und die Gesamtdosis der Behandlungsserie fest. Daraus ergibt sich die Zahl der Sitzungen (Fraktionen).

In der Regel wird 3 bis 7 Wochen lang montags bis freitags, also insgesamt 15-35 Mal eine Bestrahlungssitzung durchgeführt. Die eigentliche Bestrahlung dauert nur wenige Minuten, die ganze Sitzung mit den Vorbereitungen (Lagerung und Feldkontrollen) etwa 10-20 Minuten.

Verträglichkeit der Strahlentherapie

Die meisten Patienten vertragen die Strahlentherapie vom Befinden und von den örtlichen Nebenwirkungen her gut.

Fast immer kommt es gegen Ende Strahlenserie zu einer geringfügigen, manchmal auch zu einer deutlichen Rötung der Haut der bestrahlten Region und manchmal zu einem leichten Anschwellen der Brust. Auch kann sich ein Müdigkeitsgefühl einstellen. Andere Nebenwirkungen wie z. B. leichte Übelkeit sind sehr selten.

Ihre Strahlentherapeuten geben Ihnen Hinweise, wie Sie diese Symptome beherrschen können.

Normalerweise sind die Beschwerden ungefähr 3 Wochen nach Abschluss der Strahlentherapie wieder abgeklungen.

Schwerwiegende Folgen an Lunge und Herz, an Nerven oder Lymphbahnen sind mit den neuen Bestrahlungsgeräten extrem selten und stellen heutzutage keine Gefahren mehr dar.