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Wächterlymphknoten

Lymphknoten sind körpereigene Filter, die schädliche Stoffe aus den Lymphbahnen abfangen, wie z.B Gifte, Erreger, Zellfragmente, gegebenenfalls auch Krebszellen.

Als Wächterlymphknoten, englisch auch „Sentinel node“, wird derjenige Lymphknoten bezeichnet, zu dem die Lymphe aus dem Tumorgebiet als erstes abfließt. Erst danach erreicht sie weitere Lymphknoten im Gebiet der Achselhöhle. Dieser Lymphknoten wacht sozusagen also über die anderen Lymphknoten. Er ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der erste Lymphknoten, in dem sich Tumorzellen finden.

Beim Wächterlymphknoten-Verfahren wird der erste Knoten der Lymphstrombahn ausfindig gemacht, während der Operation entfernt und auf Krebszellen hin untersucht. Das Aufspüren des Wächterlymphknotens geschieht, indem man ihn mit einem Farbstoff oder einem schwach radioaktiven Eiweißpräparat markiert.

Findet der Pathologe im Wächterlymphknoten-Präparat keine Krebszellen, kann auf die Entfernung von weiteren Lymphknoten verzichtet werden.
Nur wenn der Wächterlymphknoten Krebszellen enthält, werden vorsichtshalber die anderen bis zu 15 Lymphknoten im Achselbereich ebenfalls entfernt.